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Vorbemerkungen

Der Begriff Fachkräftemangel ist in Deutschland inzwischen viel diskutiert. Da zahlreiche Randbedingungen den Fachkräftebedarf in Deutschland beeinflussen, ist eine langfristige Prognose des Fachkräftebedarfs schwierig. Offensichtlich ist aber, dass allein aus demografischen Gründen das Angebot an Fachkräften zurück geht und die Nachfrage in Zukunft steigen oder weniger stark sinken wird als das Angebot.

Zeitgleich beklagen Unternehmen zunehmend unzureichende Schulkenntnisse, fehlende Schlüsselqualifikationen, eine mangelnde Ausbildungsreife sowie eine nicht vorhandene berufliche Eignung ihrer 

BewerberInnen. 

Das Modellprojekt „Frühaufsteher“ in der Kooperation Schule – Industrie  macht es sich mit weiteren Projektpartnern zur Aufgabe, dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken und die Ausbildungsfähigkeit und Ausbildungswilligkeit der SchülerInnen der Nelson-Mandela-Schule gezielt zu fördern. 

Der im Juni 2004 von der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der Wirtschaft geschlossene  „Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ hat unter anderem zur Formulierung  einheitlicher  Kriterien für die Ausbildungsreife beigetragen.  Die Agentur für Arbeit hat einen entsprechenden Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife vorgelegt, der schulische Basiskenntnisse, psychologische Leistungsmerkmale, physische Merkmale, psychologische Merkmale des Arbeitsverhaltens und der Persönlichkeit sowie die Berufswahlreife beschreibt.

Der Anspruch des Modellprojekts ist es, die SchülerInnen beim Erwerb der für eine Ausbildung nötigen Kompetenzen  zu unterstützen. Dabei werden bewusst auch psychologische Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz, Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbstorganisation, Selbstständigkeit, Sorgfalt, Teamfähigkeit, Umgangsformen, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit trainiert. 

Die Schülerinnen werden durch praktische Erfahrungen und Erlebnisse in ihrer Berufsorientierung und 

Selbsteinschätzung unterstützt. Die gewünschte Ausbildungsreife wird dabei über einen Zeitraum von mehreren Jahren kontinuierlich erarbeitet.

Das Ziel ist eine ganzheitliche Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen. Sie werden befähigt, eine gute Perspektive für ihr Leben zu entwickeln. Dazu gehört sowohl eine gelungene Integration in die demokratische Gesellschaft als auch in die Arbeitswelt. 

Im Modellprojekt „Frühaufsteher“ haben sich VertreterInnen verschiedener Institutionen und Professionen zusammengeschlossen, um ihren Beitrag zur Erreichung dieses anspruchsvollen Zieles zu leisten.

 

Das Konzept „Frühaufsteher“

Das Modellprojekt der Sekundarschule Remscheid und des Berufsbildungszentrums der Remscheider 

Metall- und Elektroindustrie verknüpft Aspekte der Berufsorientierung, der Kompetenzentwicklung und der Demokratieerziehung. Das Konzept zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es schon in der fünften Klasse beginnt. Frei nach dem Motto „je früher, desto besser“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler jeweils auf altersgerechte Weise mit Themen ihrer Persönlichkeitsentwicklung auseinander.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der Selbstverantwortung der Lernenden. Sie lernen, für sich selbst und ihre Bedürfnisse angemessen eintreten zu können und die Bedürfnisse und Rechte anderer zu akzeptieren.

Die intensive Berufsorientierung sowie die berufspraktischen Erfahrungen sollen den Schülerinnen und Schülern helfen, die notwendige Ausbildungsreife zu entwickeln. Dazu bietet das Projekt den Lernenden vielfältige Möglichkeiten, sich selbst praktisch auszuprobieren und Berufsfelder durch aktives Tun kennen zu lernen.

Die Schülerinnen und Schüler werden im Verlauf des Projekts zunehmend ihre Stärken und Talente erkunden, erkennen und ausbauen. 

Die Module zur Berufsorientierung, Kompetenzentwicklung und Demokratieerziehung ergänzen sich, so dass mit den Lernenden persönliche, berufliche und gesellschaftliche Perspektiven erarbeitet werden.

Das Projekt begleitet kontinuierlich alle Schülerinnen und Schülern bis zum Übergang in den Beruf bzw. in die weiterführende Schullaufbahn. 

 

 

Beschreibung der Module

Das Modul Klassenrat beginnt in der fünften Klasse und begleitet die SchülerInnen während der gesamten Schulzeit. Es wird fest in den Stundenplan integriert. Im Klassenrat sitzen die Lernenden in der Regel im Stuhlkreis. Zwei SchülerInnen werden als Sprecher oder Sprecherinnen gewählt und übernehmen die Moderation sowie die Protokollierung der Sitzungen. Anfangs werden sie dabei von ihren Lehrern bzw. Pädagogen unterstützt.

Der Klassenrat bietet einen Raum, in dem die Lernenden zunehmend selbständig und eigenverantwortlich ihre Anliegen und möglichen Probleme klären. Im Klassenrat wird ein faires und demokratisches Miteinander bei der Benennung und Lösung von Herausforderungen und Schwierigkeiten geübt. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 legt die Nelson-Mandela-Schule besonderen Wert darauf, den Lernenden ein WIR-Gefühl zu vermitteln und durch ein Selbstverständnis der Klasse als Team ein gutes Klima zu schaffen.

In dem Modul Rollen und Erwartungen wird mit den Lernenden darüber nachgedacht, was Rollen sind und was es bedeutet, wenn wir bestimmte Rollen einnehmen. Sie erkennen, dass an Rollen Erwartungen und Anforderungen geknüpft sind. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit der Zeit, zwischen Muss-, Soll-, und Kann-Erwartungen zu unterscheiden. An konkreten Beispielen wie der Rolle als SchülerIn, als Gast an einem Tag der Offenen Tür oder als Praktikant werden die besprochenen Aspekte verdeutlicht. Dabei wird auch das Einnehmen anderer / fremder Rollen wie etwas der des Lehrers oder Ausbilders geübt.

An aufeinander abgestimmten Aktionstagen werden durch gezielte Übungen Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin (RAD) sowie Sozialkompetenzen trainiert.

An den Impulstagen Demokratie wird nicht nur die Demokratie als Gesellschafts- und Herrschaftsform vorgestellt, sondern die Lernenden bekommen mit Hilfe konkreter Übungen aus dem israelischen Betzavta-Konzept die Chance, eine demokratische Haltung zu entwickeln.

Im Babysitterkurs lernen die Schülerinnen und Schüler alles, was in der Betreuung und Versorgung von Babys und Kleinkindern im Rahmen einer Tätigkeit als Babysitter wichtig ist. Außerdem bekommen sie Tipps, wie sie am besten einen solchen Job bekommen und welche rechtlichen Vorgaben zu beachten sind.

 

Die Lernenden erhalten ab der 7. Klasse einen Berufswahlpassordner, in dem sie alle Dokumente im Zusammenhang mit der Berufsorientierung sammeln können. Zusätzlich bietet der Berufswahlpass die Möglichkeit, einzelne Aspekte der Berufsorientierung systematisch mit den SuS zu erarbeiten.

Die SuS durchlaufen aufeinander aufbauende Instrumente der Kompetenzfeststellung. Sie lernen, zuerst sehr spielerisch, ihre Stärken und Schwächen kennen. Zu den Instrumenten der Kompetenzfeststellung gehören der Parcours der Fähigkeiten, eine Potenzialanalyse sowie in Klasse 9 die Talentsuche. Die Potenzialanalyse sowie die Talentsuche bieten einen engen Bezug zu konkreten Ausbildungsberufen und ermöglichen einen ersten Abgleich zwischen beruflichen Anforderungen und Kompetenzen der SuS.

Ab Klasse 8 beginnt für die Schülerinnen und Schüler das Bewerbungstraining. Die Lernenden stellen Bewerbungsunterlagen zusammen, üben Einstellungstest und trainieren für Vorstellungsgespräche.

 

Ab Klasse 7 nehmen die Schülerinnen und Schüler an den Werkstattpraktika im BZI teil. Das Werkstattpraktikum I bietet in einer Woche die Gelegenheit, durch praktisches Tun einfache Tätigkeiten der Metallbearbeitung wie Feilen und Bohren zu erleben. Die Lernenden stellen eigene Werkstücke her. Das Werkstattpraktikum II in Klasse 8 beinhaltet neben der Metallbearbeitung auch die Bereiche Elektrotechnik und IT. Auch hier werden konkrete praktische Aufgaben bearbeitet. Außerdem wird der Bezug zur Ausbildung verstärkt, in dem die Schülerinnen und Schüler die Normschrift und das Führen eines Ausbildungsnachwei-ses lernen. Für Lernenden ab der Klasse 9 kann der werkpraktische Unterricht im BZI stattfinden. Hier stellen die Schülerinnen und Schüler selbständig Werkstücke her, die einen Bezug zu ihrer Lebenswelt herstellen.

In Klasse 9 und 10 absolvieren die SuS ein jeweils dreiwöchiges Praktikum in einem Unternehmen ihrer Wahl.

In Klasse 5 lernen die Schülerinnen und Schüler das BZI an den Tagen der Offenen Tür kennen. 

In Klasse 7 führen die Lernenden Interviews mit ihren Eltern, Verwandten oder Bekannten zu deren Berufen. Ab Klasse 8 werden Betriebsbesichtigungen durchgeführt.

Es werden durchgängig einzelne Aktionstage durchgeführt, bei denen die Lernenden praktische Erfahrungen in den der Metall- und Elektroindustrie, dem Handwerk, der Sozial- und Gesundheitsbranche, dem Handel und Verkauf sowie der Verwaltung machen werden.

In der Klasse 5 und 6 werden die Schülerinnen und Schüler in der Kreativ-Werkstatt Metall ein gemeinsames Kunstwerk aus Metall erschaffen.

 

 

   
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